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SOJA – Fluch oder Segen?

Sojaprodukte liegen ja immer noch einigermaßen im allgemeinen Trend. Vor allem Vegetarier und Veganer greifen gerne auf diese Produkte zurück, oder ersetzen damit gänzlich Fleisch und Milchprodukte.

 

Leider ist Soja ein Nahrungsmittel, welches mit Vorsicht zu genießen ist. Selbst die Wissenschaftler*Innen sind sich darüber überhaupt nicht einig, und es gibt massig Studien über positive und negative Wirkungen von Soja, die belegen und die widerlegen.

 

Als Sportler und Sportlerinnen sollten wir Sojaprodukte eher nur selten oder gar nicht verzehren. Warum das so ist, das erklären wir hier.

 

Soja – Billige Massenware aus Übersee

Ursprünglich wurde nur in Asien (vor allem in Japan) Soja angebaut. Den damaligen Anbau und Verzehr kann man mit der heutigen Massenproduktion überhaupt nicht mehr vergleichen. Um den weltweiten Bedarf an Fleisch, Milch und Eiern decken zu können, wird Soja auf weiten Anbauflächen in Mittel- und Südamerika angebaut. Dabei werden leider unzählige Waldflächen abgeholzt, um ausreichen Platz für die Felder zu schaffen.

 

Die Sojabohne – bzw der Sojaschrot dient demnach fast ausschließlich als Tierfutter. Ein kleiner Anteil geht in die Herstellung von Sojaöl, welches in der Industrie für Haushaltsmittel oder Kosmetik verwendet wird. Nur etwa 2 % wird tatsächlich vom Menschen verzehrt.

 

Soja aus Übersee ist durch die Massenproduktion schwer mit Pestiziden und mit in Europa teilweise nicht zugelassenen Düngemittel belastet. Als Hülsenfrucht sind die Giftstoffe vor allem in der Schale gespeichert. Weiters ist Soja oft genmanipuliert, damit ein übermäßiges Wachstum garantiert wird. Über Tier- und Fleischprodukte gelangen diese Mittel dann in unseren Körper – nicht nur durch das Konsumieren von reinen Sojaprodukten.

Gentechnisch manipuliertes Soja in unseren Nahrungsmitteln

Da Sportler*Innen sehr viel Eiweiß konsumieren, sollte also nicht nur beim Einkauf von Sojanahrungsmitteln, sondern auch beim Fleisch-, Milch- und Eierkauf darauf geachtet werden, wo das Produkt herkommt. Denn gentechnisch manipuliertes Soja wird als Futter für Nutztiere verwendet. Somit gelangt es über den Genuss von tierischen Produkten auch in den menschlichen Nahrungskreislauf!

In der EU ist genmanipulierter Soja verboten, es herrscht jedoch keine Kennzeichnungspflicht dafür, mit welches Tierfutter den Produkten zu Grunde liegt. Somit liegt es beim Verbraucher, BIO-Qualität und heimische Hersteller in jedem Fall zu bevorzugen!

 

Zu den umweltbelastenden Faktoren hinzu kommen die gesundheitlichen Folgen, die beim Verzehr von Soja auftreten können.

 

Darum schadet Soja der Gesundheit

Obwohl in der Sojabohne selbst reich an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen ist, wurden in einigen wissenschaftlichen Studien so manche gesundheitlichen Nachteile entdeckt. Soja hat außerdem einen relativ hohen Proteingehalt und auch einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

 

Zu viel Soja beeinflusst den Hormonhaushalt

Leider enthält die Sojapflanze aber auch Isoflavone. Das sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die dem weiblichen Sexualhormon Östrogen im Aufbau sehr ähnlich sind.

 

Sie werden deswegen auch „Phytoöstrogene“ genannt. Phytoöstrogene sollen zwar eine positive Wirkung auf klimakterische Beschwerden (Wechseljahre) haben, sie erhöhen jedoch auf der anderen Seite durch ihren Einfluss auf den Hormonhaushalt das Brustkrebsrisiko bei jungen Frauen.

Phytoöstrogene erhöhen den Östrogenspiegel

Der menschliche Hormonhaushalt ist ein sehr sensibles System, welches nicht durch die Einnahme von Phytoöstrogenen gestört werden sollte.

 

Bei Männern bedeutet ein zu hoher Östrogenspiegel ein erhöhtes Wachstum der Brustdrüse (Gynäkomastie) und der Prostata (vermindert die Potenz).

 

Bei Frauen löst ein erhöhter Östrogenspiegel unter anderem schmerzhafte Menstruation, Spannungsgefühl in den Brüsten und sogar ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Endometriose aus.

 

Ein zu hoher Östrogenspiegel wirkt sich außerdem auf die Stimmung aus, und es kann zu Angst, Stimmungsschwankungen oder zu gar zu Depressionen kommen. Unschöne Wassereinlagerungen am ganzen Körper kommen noch hinzu.

Soja beeinflusst die Schilddrüsenfunktion

Der übermäßige Verzehr von Sojaprodukten kann außerdem einen Einfluss auf die Schilddrüsenfunktion haben, wobei die Bildung von Schilddrüsenhormonen eingeschränkt wird.

 

Eine dadurch begünstigte Schilddrüsenunterfunktion kann zu Symptomen wie Müdigkeit, Erschöpfung bis hin zu Depressionen führen.

Hülsenfrüchte als gesündere Alternative

Das Risiko, einen gesundheitlichen Schaden davon zu tragen, ist höher, als der Nutzen, den man durch den Verzehr von Sojaprodukten (Vitamine, gesunde Fette, Spurenelemente, Mineralstoffe) erreichen könnte. Dafür gibt es unzählige andere Lebensmittel, welche Nährstoff- und Ballaststoffreich sind, welche keine Isoflavone enthalten. Die Phytinsäure bindet zudem Mineralstoffe wie zB das Kalzium und verhindert damit sogar die Aufnahme der Nährstoffe im Darm!

Fazit zu Soja für Sportler*Innen:

Da die wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Verzehr von Sojaprodukten generell widersprüchlich sind, was ihre Wirkung auf die Prozesse im Körper sind (krebsfördernd/-lindernd, entzündungsfördernd/-lindernd) ist es wohl besser, den Sojakonsum weitgehendst einzuschränken oder gänzlich zu vermeiden.

 

Vor allem Sojaprodukte aus Übersee sind aufgrund von ethischen (Umwelt) und gesundheitlichen Gründen (Genmanipulation) aus dem Speiseplan zu streichen!

 

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Bei Fragen zum Thema oder zu gesünderen Alternativen zum Protein- und Vitamin-Intake meldet euch gerne direkt beim Coach Rocco Montana.